Aktuelle Nachrichten aus Hamburg, der Welt, zum HSV und der Welt der Promis.
Abmelden
Dieser Inhalt wird Ihnen bereitgestellt von inside digital

Telekom Netzausbau: Das plant die Telekom bei LTE und 5G

Die Ausbaupläne des LTE-Netzes

Beim Mobilfunkausbau gilt das LTE-Netz der Telekom als Vorzeigenetz in Deutschland. Alleine 31.200 Standorte betreibt der Bonner Konzern. Doch damit nicht genug: Bis 2021 will die Telekom die Zahl ihrer Mobilfunk-Standorte in Deutschland auf 36.000 erhöhen. Das Ziel: Bis 2025 sollen 99 Prozent der Bevölkerung auf 90 Prozent der Fläche LTE nutzen können. Ende 2019 waren es 98,1 Prozent der Bevölkerung. Und damit hat auch die Telekom die Auflagen aus der Frequenzvergabe 2015 verfehlt. Im Großen und Ganzen bleibt das aber wohl ohne Folgen für den Konzern.

Alleine im Jahr 2020 plant die Telekom, 2.000 komplett neue Standorte zu erreichten. Bei 10.000 weiteren will das Unternehmen die Kapazitäten erweitern. Im ersten Quartal des Jahres habe man bereits 208 Standorte komplett neu gebaut, 534 Standorte mit weiteren LTE-Antennen erweitert. Dadurch kletterte die LTE-Abdeckung in der Bevölkerung auf 98,2 Prozent.

Zum Ausbauprogramm gehört auch die Aktion „Wir jagen Funklöcher“. Hier konnten sich Kommunen mit Funklöchern um einen Ausbau bewerben, wenn sie entsprechend zuarbeiten. Aus ursprünglich 50 Funklöchern, die die Telekom so schließen wollte, wurden inzwischen 100. Die 50 ersten Gewinner sollen noch in diesem Jahr LTE-Netz der Telekom bekommen, bei den anderen sollen zumindest die Bauarbeiten beginnen.

Mehr Kapazität mit Small Cells

Zu den großen  Sendemasten sollen noch weitere Small Cells hinzukommen, die nur einen kleinen Bereich in Städten mit zusätzlicher Kapazität versorgen. Mit diesen kleineren „Verstärker-Antennen“ kann Netzkapazität dort erweitert werden, wo Kunden sie benötigen. Im Fokus des Ausbaus stehen Großstädte wie Hamburg, Berlin und München. Als Standorte von Small Cells dienen oft öffentliche Telefone. Zusätzlich werden in diesem Jahr Laternenmaste und Stadtmöbel als alternative Installationsoptionen pilotiert.

Telekom-UMTS vor Abschaltung

Die Telekom hat Anfang 2020 ihr UMTS-Netz zusammengeschrumpft. Das betrifft nicht den Ausbau im Sinne der Fläche, die das Unternehmen versorgt, sondern die Kapazität. Nur noch 5 MHz Spektrum nutzt das Unternehmen für UMTS. Damit versorgt die Telekom bis auf Weiteres alle Kunden weiter, die noch kein LTE-Handy oder keinen LTE-Tarif haben.

Das wirkt sich aber auf die Geschwindigkeit aus. Die Reduzierung der Kapazität dient dazu, die bisherigen UMTS-Frequenzen künftig für LTE und 5G nutzen zu können. Bis Ende 2021 wird UMTS wohl komplett abgeschaltet – nicht nur bei der Telekom.

5G der Telekom läuft

Die ersten 5G-Antennen der Telekom gingen schon im Oktober 2017 in Berlin in den Betrieb – als erste in Europa. Dabei handelte es sich jedoch nur um ein Testnetz. Seit Sommer 2019 ist die Telekom jedoch mit ihrem realen Netz für Endkunden aktiv. Inzwischen funkt das Netz mit mehr als 450 Antennen in Berlin, Bonn, Darmstadt, München und Köln sowie Hamburg, Frankfurt und Leipzig.

Das 5G-Netz arbeitet als 5G New Radio (5G NR) und schafft Übertragungsraten von theoretisch zwei Gigabit pro Sekunde. Praktisch ist es 1 Gigabit. Bis Ende 2020 sollen die 20 größten Städte Deutschlands mit 5G angebunden werden. Nutzen kannst du 5G der Telekom, wenn du ein 5G-Handy und einen aktuellen Telekom-Tarif hast. Zudem wird der Einsatz der bisherigen UMTS-Frequenzen für 5G spätestens 2021 ein Thema werden.

Der Beitrag „Telekom Netzausbau: Das plant die Telekom bei LTE und 5G“ erschien zuerst auf inside-digital.de.