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Teure Corona-App: So wenige nutzen sie wirklich

Heute vor fünf Monaten – auf den Tag genau – erschien die Corona-App. In den ersten beiden Tagen danach haben laut Bundesgesundheitsministerium mehr als 6,4 Millionen Deutsche die Anwendung heruntergeladen. Aktuell sollen es 22 Millionen Bürger sein, die die App auf ihrem Smartphone installiert haben. Doch wie sich nun herausstellt, ist eine der erfolgreichsten und teuersten Apps des Jahres 2020 ein Flop.

Teure Corona-App: Die nächsten schockierenden Zahlen

Eigentlich sollte die Corona-Warn-App ein Hilfsmittel sein und zur Eindämmung der Pandemie beitragen. Doch was in der Theorie vielversprechend klang, löst sich in der Praxis in Luft auf. Mehr als die Hälfte der Deutschen weigert sich, die App auf ihrem Smartphone zu installieren. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap im Auftrag des Sachverständigenrates für Verbraucherfragen.

Huste in dein Smartphone und es sagt dir, ob du Corona hast

Insgesamt erklärten 44 Prozent der Befragten, dass sie die App nicht heruntergeladen haben und das auch nicht vorhaben. Weitere vier Prozent haben sie zwar installiert, anschließend aber wieder gelöscht. Bei fünf Prozent der Befragten habe die Corona-App nicht funktioniert. Doch nicht nur diese Zahlen schockieren.

Viele Infizierte melden es nicht

In der ersten Novemberwoche etwa haben die Behörden täglich durchschnittlich 18.000 neue Covid-Erkrankungen registriert. In der App gaben pro Tag aber nur 2.200 Menschen an, infiziert zu sein. Wie die Umfrage unter 1.000 Deutschen ergibt, teilten 40 Prozent der positiv getesteten Nutzer trotz Infektion ihr Testergebnis in der Corona-App nicht mit.

Corona-App wird immer teurer

Inklusive aller Tests im Vorfeld belaufen sich die Gesamtkosten für die Corona-App bis Ende 2021 auf rund 78 Millionen Euro. Für die Programmierung der App etwa kassiert der deutsche Softwarekonzern SAP rund 11,5 Millionen Euro. Die Telekom-Tochter T-Systems sackt weitere 43 Millionen Euro für die Bereitstellung der Serverkapazitäten ein. Dazu zählen auch die entsprechende IT-Sicherheit sowie eine Hotline für Nutzer der Corona-App. Weitere 7,79 Millionen Euro erhielt T-Systems für die Inbetriebnahme der Anwendung.

Darüber hinaus plant die Bundesregierung zunächst 3,5 Millionen Euro für Werbung ein. Mittlerweile sollen die Kosten hierbei auf 13 Millionen Euro gestiegen sein.

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