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Überraschende Wende: Will Huawei jetzt Honor loswerden?

Von inside digital

Zunächst haben Sanktionen dafür gesorgt, dass US-Unternehmen nicht mehr mit Huawei Geschäfte machen durften. Dazu zählt auch der Android-Entwickler Google, dessen Betriebssystem zwar frei genutzt werden kann, dessen Dienste – Gmail, Google Maps und der Play Store – jedoch unter den Bann gerieten. Zudem benötigen ausländische Hersteller, die zur Entwicklung ihrer Prozessoren US-amerikanische Technologien nutzen, seit Kurzem eine Lizenz, bevor sie an Huawei verkaufen dürfen. Dadurch steht Huawei auch in puncto Hardware schlecht da – was den Hersteller anscheinend zu einem drastischen Schritt zwingt.

Insider: Huawei will Teile von Honor verkaufen

Laut Informationen der Nachrichtenagentur Reuters will Huawei Teile seines Tochterunternehmens Honor, das im Vergleich zu Huawei eher preiswerte Smartphones produziert, verkaufen. Das behaupten zumindest mehrere Insider, die anonym bleiben wollen. Demnach sei der Hauptinteressent der bisherige Vertriebspartner Digital China, doch auch mit anderen Unternehmen soll Huawei derzeit in Gespräch stehen. Dazu zählen unter anderem auch die chinesischen Konkurrenten TCL und Xiaomi.

Noch ist nicht ganz klar, welche Honor-Segmente Huawei feilbieten möchte. Nach aktuellem Kenntnisstand könnten dazu die eigentliche Honor-Marke, die Forschungs- und Entwicklungsabteilung und der Supply-Chain-Management-Bereich gehören. Je nachdem wie das endgültige Paket aussehen wird, soll die Übernahmesumme zwischen 1,9 und 3,17 Milliarden Euro liegen. Das behauptet zumindest einer der Insider. Huawei selbst sowie TCL wollten sich indes nicht zum möglichen Honor-Verkauf äußern. Digital China und Xiaomi ließen die Anfrage sogar gänzlich unbeantwortet.

Honor-Verkauf könnte sich für alle lohnen

Die US-Sanktionen erstrecken sich auch bis zu Honor, weil das Unternehmen zu Huawei gehört. Sobald die Verbindung gekappt ist, könnte der US-Bann aufgehoben werden. Das würde nicht nur Honor selbst enorm weiterhelfen, sondern auch dessen Lieferanten; während Huawei seinerzeit einen Milliardenbetrag erhält. Und dennoch könnte der Deal zu diesem Zeitpunkt für Außenstehende als etwas übereilt erscheinen. Denn je nachdem wer die US-Präsidentschaftswahl am 3. November gewinnt, könnte sich auch Huaweis Lage demnächst von Grund auf ändern.

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