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Videotelefonie einfach gemacht: Freunde und Familie virtuell treffen

Auch wenn sich die Gemüter bei einem Familientreffen gerne mal etwas erhitzen, stellen solche Treffen dennoch oftmals ein Highlight der Woche oder gar des ganzen Monats dar. Während der Corona-Krise (Covid-19) ist es allerdings nicht ratsam, die Liebsten persönlich zu besuchen. Immer mehr Menschen greifen somit auf Videotelefonie zurück, aktuell vielleicht sogar zum ersten Mal. Dementsprechend stehen Ungeübte und Technik-Muffel erstmal vor einem kleinen Rätsel, ehe sie das Telefonat zum laufen bringen.

Videotelefonie funktioniert im Prinzip bei allen Apps und Programmen gleich. Meistens braucht man noch nicht einmal eine neue App herunterzuladen, sondern kann mit denen arbeiten, die man bereits auf dem Smartphone oder PC installiert hat. Wir haben dir die besten Tools herausgesucht.

Vorteile von Videotelefonie

Der Vorteil an Videotelefonie ist: Es ist – abseits des jeweiligen Tools – kostenlos. Der Anruf geht über WLAN oder Mobilfunk vonstatten. Zusätzliche Kosten fallen möglicherweise nur an, wenn du beispielsweise dein mobiles Datenvolumen übersteigst oder du keine Internet-Flatrate hast. Außerdem kannst du viele Personen zeitgleich erreichen.

Checkliste: Das brauchst du für Videotelefonie

  • Laptop, Tablet oder Smartphone
  • Das jeweilige Gerät sollte mit einer Frontkamera und einem Mikrofon ausgestattet sein
  • Im Zweifelsfall eine externe Kamera und Mikrofon
  • Die passende Software beziehungsweise den Dienst deiner Wahl

Skype als populärster Dienst

Nach wie vor gehört Skype zu den wohl populärsten Anbietern, wenn es um Videotelefonie geht. Nicht zuletzt belegt durch die Eindeutschung des Verbs „skypen“ als Synonym für eben jenen Videoanruf. War Skype in grauer Vorzeit noch Eigenständig, gehört das Programm seit 2011 zu Microsoft.

  • Alternativtipp: Für Gruppenanrufe eignet sich auch Viber. Der Dienst ist seit 2010 auf dem Markt verfügbar und nutzt für Videoanrufe Telefonnummern anstatt angelegte Konten.

Von der teils mühseligen Kontaktsuche ist Skype grundlegend einfach zu bedienen. Die Anwendung unterteilt sich in einen Chat- und Telefonie-Bereich. Wie bei anderen Messengern auch, kannst du sowohl mit Einzelpersonen sprechen als auch mit einer Gruppe von bis zu 50 Personen. Skype funktioniert auf dem PC, Smartphone und Tablet und ist mit verschiedensten Browsern kompatibel. Auf mobiler Seite unterstützt Skype Android und iOS. Mittlerweile kannst du deine Videokonferenzen auch auf dem Fernseher oder eine Konsole abhalten.

Skype – kostenlose Chats und Videoanrufe

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Hangouts Meet für Home-Office und Geschäftsleute

Die wohl einfachste Methode eine Videokonferenz mit der ganzen Familie zu starten, ist Google Hangouts. Denn jeder, der über eine E-Mail-Adresse von Google verfügt (beispielsweise die E-Mail, mit der du dich für den Play Store angemeldet hast), kann Google Hangouts ohne weitere Anmeldung nutzen. Dazu musst du im Browser (beispielsweise Chrome) auf diesen Hangouts-Link klicken, und schon landest du auf der entsprechenden Webseite. Ab jetzt musst du die in der Galerie beschriebenen Schritte durchführen, um eine Videokonferenz zu starten beziehungsweise einer Videokonferenz beizutreten.

In der Galerie werden selbstverständlich nur die wesentlichen Funktionen sowie der Videoanruf erläutert. Wenn man sich etwas mehr mit Google Hangouts auseinandersetzt, kann man auch noch eine Reihe von weiteren Funktionen wie beispielsweise Chatten, den eigenen Bildschirm oder ein bestimmtes Fenster streamen oder die Einladung zu einem Videoanruf über Benachrichtigungen und Einladungen in Google Kalender verwalten.

Während unseres Tests war die Streaming-Qualität des Videoanrufs zwar nicht gerade überzeugend, aber durchaus ertragbar. Dafür können dank Google Hangouts bis zu 25 Personen gleichzeitig an einer Videokonferenz teilnehmen. Das sollte in den meisten Fällen reichen, um selbst weiter entfernte Verwandte mit ins Boot zu holen.

Hangouts

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Naheliegend: WhatsApp und Facebook Messenger

Mittlerweile gehören sie zusammen: Hinter WhatsApp und dem Facebook Messenger steht Facebook. Kaum verwunderlich ist, dass sich die Dienste sowie ihre Features ähnlich entwickeln. So hat Facebook sowohl in WhatsApp als auch den Facebook Messenger die Videotelefonie integriert.

Facebook Messenger

Über den Facebook Messenger kannst du sowohl über dein Smartphone als auch über deinen Laptop beziehungsweise Tablet telefonieren. Du musst den Kontakt deiner Wahl in einem Chatfenster auswählen und dann auf den Hörer klicken. Wie auch bei Skype bietet Facebooks Messenger auch Gruppenanrufe mit bis zu 50 Teilnehmern.

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WhatsApp

Die wohl einfachste Methode einen Gruppen-Videoanruf zu starten, bietet der Instant-Messaging-Dienst WhatsApp. Die Anwendung befindet sich sowieso oftmals bereits fertig eingerichtet auf dem Smartphone – sogar auf dem der Großeltern. Was man nun machen muss, um einen Gruppen-Videoanruf zu starten, ist, einen Chat zu öffnen, oben rechts auf das Videokamera-Symbol zu klicken (siehe Video) und abzuwarten.

Nachdem dein Gegenüber das Telefonat angenommen hat, können oben rechts weitere Familienmitglieder hinzugefügt werden. Die maximale Anzahl ist allerdings auf vier begrenzt. Zudem lässt sich die Mini-Videokonferenz nicht per WhatsApp Web auf den Computer-Desktop übertragen.

 

WhatsApp Messenger

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FaceTime, exklusiv für Apple-Nutzer

Apple bietet seinen Anhängern ein exklusives Tool namens FaceTime als Antwort auf Skype und Co. Der Dienst ist mittlerweile auf jedem iPhone sowie iPad vorinstalliert und ist ab iOS 4 kompatibel. FaceTime läuft auch auf MacBooks, die eine Frontkamera und mindestens OS X 10.6.6 oder höher besitzen.

Apple verknüpft für eine FaceTime-Session deine Telefonnummer mit dem Dienst, sodass kein eigener Account beziehungsweise zusätzliche Login-Daten nötig sind. FaceTime ist jedoch auch nicht uneingeschränkt nutzbar: Du kannst den Apple-Service nur dann verwenden, wenn dein Kontakt ebenfalls ein iPhone oder iPad nutzt. Gruppenanrufe sind „nur“ mit bis zu 32 Personen möglich.

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Zoom für geübte Technikmuffel

Der Videokonferenz-Dienst Zoom ist besonders für diejenigen geeignet, die sich bereits ein wenig mit Computern auskennen. Denn für die Einrichtung sind viele Schritte notwendig und kann nicht ohne weiteres von jedem einzelnen Familienmitglied eigenständig erledigt werden. Falls dies jedoch kein Problem ist, stellt Zoom eine sehr praktische und ebenfalls kostenlose Videokonferenz-Lösung mit sehr vielen Funktionen dar. Damit können bis zu 100 Teilnehmern gleichzeitig an einem Meeting teilnehmen.

Allerdings gibt es bei der Gratis-Version eine große Einschränkung: Gruppenbesprechungen sind auf 40 Minuten limitiert. Anschließend müssen sich alle Teilnehmer erneut „einwählen“.

Ein weiteres Highlight von Zoom ist, dass auch die kostenfreie Basic-Version HD-Videos anbietet. Während eines Video-Meetings können unter anderem schriftliche Chats geführt, der Bildschirm beziehungsweise einzelne Fenster geteilt sowie bearbeitet und die Sitzung aufgezeichnet werden. Zudem gibt es Zoom natürlich auch als App für das Smartphone.

ZOOM Cloud Meetings

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Google Duo

Bei Google Duo handelt es sich im Gegensatz zu Google Hangouts primär um eine mobile Anwendung, die nicht für (offizielle) Meetings, sondern für Videotelefonate gedacht ist. Die entsprechende App ist auf den meisten Android-Handys vorinstalliert, muss jedoch in zwei Schritten eingerichtet werden. Zunächst wird eine Telefonnummer erfragt, denn die Anwendung läuft genauso wie WhatsApp nicht über eine E-Mail, sondern über eine Handynummer. Ist diese eingetragen, erhältst du eine SMS-Benachrichtigung mit einem Code, der in der App eingetragen werden muss – und das war’s auch schon.

Ist Google Duo eingerichtet, kannst du sofort sehen, welche deiner Kontakte den kostenlosen Videotelefonie-Dienst ebenfalls nutzen. Diese kannst du direkt anrufen, wobei Google Duo Gruppentelefonate in hoher Qualität mit bis zu acht Teilnehmern gestattet.

Google Duo ist sehr schlicht gestaltet und bietet daher nur zwei besondere Funktionen. Zum einen wären da die Videonachrichten. Diese kannst du, ausgeschmückt mit unterschiedlichen Effekten, in bester Mailbox-Manier an Freunde und Familie senden, sollten diese mal nicht erreichbar sein. Zum anderen ermöglicht es die sogenannte „Kuckuck“-Funktion, Anrufer vorab samt Videoübertragung zu sehen. Dadurch kannst du dich kurz auf den Anrufenden vorbereiten oder den Anruf, falls erwünscht, schlicht nicht annehmen.

Obwohl es sich bei der Anwendung um Google-Software handelt, kann diese sowohl auf einem Android-Smartphone als auch auf einem Apple iPhone installiert werden. Zudem lässt sich das Google Duo über einen Web-Browser auch auf dem Desktop-Nutzen, wobei der Fokus nach wie vor auf den mobilen Versionen liegt.

Google Duo: Videoanrufe in hoher Qualität

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Microsoft Teams mit vielerlei Funktionen

Microsoft Teams bahnt sich seit 2017 einen Platz auf den Markt und bietet neben Telefonaten viele weitere Funktionen. Ähnlich wie Hangout Meets bietet sich die Plattform auch für Firmen beziehungsweise geschäftliche Kommunikation an. Du kannst mit Kollegen oder Gästen (diese musst du vorher einladen) chatten, aber auch deine eigenen Notizen und Anhänge speichern.

  • Alternativ-Tipp: Das Kommunikationstool Slack bietet ebenfalls Chat-Funktionen und erlaubt Telefon- wie Videoanrufe. Das allerdings nur in der kostenpflichtigen Version.

Neben Besprechungen sind ebenfalls Telefonkonferenzen und Videotelefonate mit von der Partie. Während bei ersterem 250 Teilnehmer möglich sind, kannst du per Video maximal 50 Menschen zeitgleich erreichen. Allerdings ist Microsoft Teams kostenpflichtig, da es mit der Office-365-Suite verknüpft ist. Der Dienst ist auf dem Laptop, Tablet und Smartphone (iOS / Android) verfügbar.

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