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Vorwurf: Huawei Spionage in hunderten LTE-Netzen möglich

Schon vor einigen Wochen waren Nachrichten aufgetaucht, wonach der deutschen Bundesregierung Beweise vorliegen, dass Huawei Spionage betreibt. Der Netzwerkausrüster habe nachweislich mit den chinesischen Sicherheitsbehörden zusammengearbeitet. Pikant: Die Vorwürfe basieren auf Informationen des amerikanischen Nachrichtendienstes. Den USA – insbesondere Präsident Donald Trump – ist Huawei ein Dorn im Auge.

Erneut kommen aus den USA Nachrichten, die man bei Huawei wohl gar nicht gerne liest – egal ob sie stimmen. Wie das Wall Street Journal berichtet, habe Huawei seit einem Jahrzehnt die Möglichkeit, LTE-Netze in aller Welt auszuspionieren. Das WSJ beruft sich dabei auf US-Beamte – aber auch auf Geheimdienst-Quellen in Deutschland und Großbritannien. Letztlich scheint es jedoch die gleiche Quelle zu sein, die der Bundesregierung vorliegt.

Behörden-Hintertür für Huawei Spionage?

Demnach wäre Huawei in der Lage, über Schnittstellen auf jedes Netz mit seiner Ausrüstung zuzugreifen. Und zwar ohne, dass der Netzbetreiber dem zustimmen muss oder davon erfährt. Das sei bei anderen Netzausrüstern nicht der Fall, so die Amerikaner. Diese Hintertür wird üblicherweise für Behörden eingebaut. Genutzt wird diese beispielsweise, damit sie im Falle der Strafverfolgung Teilnehmer abhören können. Das darf aber nur mit Zustimmung der Netzbetreiber erfolgen. Bei den Huawei-Vorwürfen geht man davon aus, dass der Netzbetreiber keine Kenntnis davon hat.

Nicht bekannt ist, ob Huawei diesen Zugriff auch schon durchgeführt hat. Zumindest weisen die Chinesen die Anschuldigungen zurück. Bereits seit aufkommen der Spionage-Vorwürfe sagt Huawei, man arbeite nicht auf Geheiß der chinesischen Behörden.

Kommende Woche entscheidet sich die 5G-Zukunft

Wie es mit Huawei in Deutschland weitergeht, ist immer noch offen. Die Unionsfraktion will Huawei bei 5G nicht ausschließen. In einem gerade verabschiedeten Positionspapier habe man sich zumindest nicht mit konkreten Firmen beschäftigt, hieß es. Kommende Woche soll das Telekommunikationsgesetz und das IT-Sicherheitsgesetz 2.0 verabschiedet werden.

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