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Wieder Abzocke bei Vodafone: So mies wollte man Kunden über den Tisch ziehen

Was ist bei Vodafone los? Der Mobilfunkanbieter und Kabelnetzbetreiber hat erneut versucht, Kunden Verträge unterzuschieben. Es ist nicht das erste Mal, dass so ein Fall für Furore sorgt. Dieses Mal jedoch wollte Vodafone einen Kunden derart mies über den Tisch ziehen, dass der Fall vors Gericht ging. Doch was ist geschehen?

So mies wollte Vodafone einen Kunden reinlegen

Es begann damit, dass ein Vodafone-Kunde im Juni des vergangenen Jahres bei der Hotline des Anbieters anrief. Der 47-Jährige hatte lediglich Fragen zu einer Bestellung von zwei Prepaid-SIM-Karten. Während des Gesprächs habe ihm, wie die Verbraucherzentrale Hamburg berichtet, ein Callcenter-Mitarbeiter einen Festnetz- und Internetvertrag angeboten, den der Kunde jedoch abgelehnt hat.

Ehemaliger Vodafone-Mitarbeiter packt aus: So funktioniert die Kunden-Abzocke

Wenige Tage nach dem Telefonat meldete sich eine Technikfirma, die den 50 Euro pro Monat teuren Internetanschluss installieren wollte. Der 47-jährige Bankkaufmann informierte daraufhin die Verbraucherzentrale. Was dann folgte, ist kaum an Dreistigkeit zu überbieten. Vodafone legte dem Verbraucherschutz einen Mitschnitt des Gesprächs vor, um die Bestellung des Festnetz- und Internetvertrags zu beweisen. Allerdings war die Aufzeichnung sowohl nach Angaben der Verbraucherzentrale als auch der des Kunden gefälscht. Zwar sei der Name des Vodafone-Kunden in der Aufzeichnung zu hören. Allerdings sei keine der beiden Stimmen seine. Der Fall ging vor Gericht.

Dem Netzbetreiber droht hohe Strafe

Das Landgericht München gab dem 47-Jährigen und der Verbraucherzentrale Recht. Aus dem Urteil geht hervor, dass Vodafone im Namen von Kunden keine Verträge mehr abschließen darf, ohne dass eine Bestellung dafür vorliegt. Falls der Netzbetreiber dagegen verstößt, droht dem Mobilfunkanbieter eine Strafe von bis zu 250.000 Euro.

Übrigens: So sicher sich Vodafone bei dem Call-Center-Mitschnitt gegenüber der Verbraucherzentrale zeigte, war man vor Gericht dann offenbar doch nicht mehr. Die Aufzeichnung des Gesprächs legte der Netzbetreiber jedenfalls nicht als Beweismittel vor.

Immer wieder Abzocke bei Vodafone

Es ist nicht das erste Mal, das Vodafone versucht hat, einem Kunden einen Vertrag unterzuschieben. Allein die Verbraucherzentrale bestätigt, dass dies bereits der fünfte Fall gewesen ist. Im Mai dieses Jahres sorgte dieser Fall für Aufsehen, bei dem sogar die Unterschrift einer Toten missbraucht wurde.

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