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Hamburger Kunst in der Matrix – NFT-Trading ist das neue Gold

Nachdem das digitale Werk des Künstler Beeple für unfassbare 69.346.250 Dollar versteigert wurde, herrscht Goldgräberstimmung in der Künstlerszene.  Denn obwohl es unendlich viele Kopien eines digitalen Bildes gibt, ermöglicht das so genannte  NFT-Verfahren (Non-Fungible-Token), dass nur eines davon ein Original ist.

In diesen komplexen neuartigen Kunst-Markt ist nun auch das Hamburger Erotic Art Museum eingestiegen. Da wegen Corona das normale Ausstellungsprogramm nicht mehr funktioniert, mussten neue Wege gefunden werden. Zusammen mit dem Hauskünstlern Roman Gilz und Gordan Nikolic vom pXXy PORN Movement, wurde daher eine aufwendige Recherche betrieben, wie das ganze überhaupt funktioniert.
„Man muss erstmal sein ganzes gewohntes Denken, wie sich Kunst verkauft, ignorieren.“ so Gilz.

NFT-Trading ist ein komplexer Markt

Über einen Monat haben Gilz und das Museum Auktions-Plattformen gecheckt, Profile angelegt und Bewertungen analysiert. Da der Wert eines Werkes mit einer Kryptowährung verbunden ist, muss man genau hinschauen. Denn die Kurse schwanken beträchtlich. Und wer weiß schon, wie der Wechselkurs vom Bitcoin zum Ethereum ist. Da ist die Umrechnung EUR zu YEN leichter.
Mittlerweile haben die Macher ihren Königsweg gefunden und sind in den Markt eingestiegen.
„Wir haben zunächst einzelne Werke aus den letzten Produktionen eingestellt und haben ein Motiv gleich als Serie im Angebot.“, so Roman Gilz.
Die Auktionen dauern in der Regel 3 oder 7 Tage. „Es ist ein echter Nervenkitzel, denn die Schwankungen können den Wert eines Werkes schnell mindern oder steigern, unabhängig von den Geboten.“
Auch ein Kriterium, dass es zu beobachten gilt sind die jeweiligen Richtlinien der Platfformen. „Das Zeitalter, wo Kunst alles durfte ist ja vorbei.“, so Museumsmann Ekkehart Opitz, „Brüste oder die Scham sind auch auf solchen Plattformen verpönt.“

Service für digital artists

Die nächsten Schritte der digitalen Kunst Vertreter sind für andere Künstler, die auch in den Markt wollen, einen Abwicklungs-Service über ihre Plattformen anzubieten.
Daher hat er gemeinsam mit dem Museum die D.E.A.  gegründet, eine Service-Plattform für Digital-Künstler mit erotischen Motiven. D.E.A. steht übrigens für Digital Erotic Art.
Ausgestellt werden ausgewählte Kunstserien auch in dem NFT-Online-Museum, dass Gilz Ende letzten Jahres eröffnete. www.nft-museum.hamburg
„Dabei muss man schauen, was für Kunst überhaupt nachgefragt wird. Nicht jedes Werk ist gleichermaßen geeignet. Da wird es auch Ablehnungen und Enttäuschungen geben. Wir sind aber auch schon an Themen dran, wie wir direkt für diesen Markt Produkte produzieren.“, so Roman Gilz.

Ob auch so ein Millionen-Coup dabei sein wird, ist natürlich unwahrscheinlich, aber wer weiß. Wer nicht aufs Tor schießt, schießt keine Tore.