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Sankt Paulus Tag – ein echtes Happening

Auf Sankt Pauli weiß kaum einer, wer der Namensgeber des Stadtteils ist. Handelt es sich doch um den Apostel Paulus, der einst die Christen jagte und dann selber zu einem wurde. Den Namenstag zum Anlass genommen haben Vereine und Initiativen aus Sankt Pauli, um mit dem Sankt Paulus Tag ein Tradition zu etablieren, die aus dem Stadtteil heraus geboren ist.
Eröffnet wurde der diesjährige Sankt Paulus Tag in der Krypta, dem Gebeinhaus in den der Sankt Joseph Kirche. Gemeinderefertin Evelyn Krepele erzählte vor geladenen Gästen, wie die Krypta entstand. Bei Orangensaft, Wasser und Prosecco wurde der Sankt Paulus Tag schließlich offiziell eröffnet.

Um 15 Uhr startete schon das Kinderfest im Hof der Sankt Pauli Kirche. Höhepunkt war die Inszenierung „Der Froschkönig“ der renommierten Puppenkünstlerin Dorothee Metz. Zudem gab es eine Tanzshow mit Katharina Kickinger sowie Dosenwurfspiele und Kinderschminken. Die Waffeleisen liefen indes heiß und die Helfer auch.
Um 17 startete dann begleitet von den Beamten der Davidwache die Prozession über die Reeperbahn. Von den Männern des Round Table Sankt Pauli wurde die Paulus Statue (Foto) würdevoll über den Kiez getragen, flankert von der Samba Band Fogo do Samba und den Fussballern vom FC Hamburger Berg. Dazu gruppieren sich die freiwilligen Müllsammler der Sofagruppe, die den Weg von Plastikflaschen und Zigarettenstummeln befreiten.

Die bunte Parade endete vor der Sankt Pauli Kirche, wo sich die Local Heros die Ehre gaben. Kreative und Musiker aus dem Stadtteil präsentieren Musik von Rap bis Singer-Songwriter. Sehr amüsant war der inszenierte Streit der REDEREI, dem Lyriktreff aus dem Viertel, der in der Folge dazu führte, dass das Publikum stellvertretend ausgeteilte Gedichte vortrug.
Höhepunkt war, wie jedes Jahr, die Verleihung des Sankt Pauli Urgesteins, diesmal an Marietta Solty, der Chefin der Hong Kong Bar. In einer epischen Laudatio erählte Götz Barner von seiner ersten Begegnung mit der Wirtin.

In der Nacht folgten noch zwei Performances. Der Reverend taggte, flankiert von den Künstler des Atelier 21, seine Thesen an die Türen des Silbersack, die aber gleich  wieder entfernt wurden. „Vielleicht passte dem Wirt des Raucherlokals nicht die Aussage „Wir wollen alle saubere Luft atmen“. In der Kiezbohne, dem Tagescafé in der Paul Roosen-Strasse, endete der Tag mit einer Schaufenster-Performance des Berliner Daniel Baden, der in seiner Gendershow zwischen des Geschlechtern pendelte.
Insgesamt ein großer Erfolg, so die Organisatoren, auch wenn man sich für die Veranstaltung in der Kirche ein paar Besucher  mehr gewünscht hätte.