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Die Insider & Experten sind spezialisiert und nah dran: Sie berichten vom Geschehen direkt "vor ihrer Haustür" aus Hamburgs Stadtteilen - oder sind als bekannte Experten zuhause in ihren jeweiligen Themenwelten wie Reise, Wellness, Fahrrad & Zubehör, Technik oder digitale Trends. Mit spannenden Geschichten, Ratgeber-Tipps und Testempfehlungen ergänzen sie die aktuelle Berichterstattung der MOPO zu allem, was für Menschen aus Hamburg und dem Norden wichtig ist.

St. Pauli – das neue Bier-Mekka

Von reeperbahn.de

Jenseits von Astra und Ratsherren gibt es in Sankt Pauli viele leckere Biersorten zu entdecken. Zahlreiche Mikrobrauereien produzieren den Gerstensaft selbst und teilweise im Viertel.

„Astra Inkasso IPA“, „Clockwork Tangerine“ oder „Love me or die Negroni“ – so heißen die neuen Biersorten und Biercocktails auf dem Kiez. Die Zutaten der Craft-Biere sind besondere Malz- und Hopfensorten, aber auch Gewürze, Kaffee oder Früchte. Der Geschmack jeder Sorte ist einzigartig und die kleinen Brauereien bringen auf alle Fälle Vielfalt ins Vergnügungsviertel.
Das deutsche Reinheitsgebot ist also Geschichte

Mal was Anderes als `ne Knolle

Ende 2018 hat die ASTRA Brauerei ihre Pforten auf St. Pauli am Nobistor geöffnet. Es dreht sich alles um die Kultmarke, doch die „normale“ Knolle steht hier nicht im Mittelpunkt. Das fänden die Wirte der anderen umliegenden Kneipen auch nicht so toll, wenn ihr sie als Abnehmer noch die Konkurrenz um die Ecke hätten.

Daher werden in der Brauerei andere brandneue Sorten hergestellt. Brauseminare und Biertastings gibt’s natürlich auch. In zehn Brautanks werden vom Braumeister etwas ausgefallenere Sorten produiert. Kaltgehopftes modernes Lager, untergäriges unfiltriertes Kellerbier oder wärmendes dunkles Bier mit karamelliger Schokonote.
Die neuen Sorten werden neuerdings auch durch eine Biertaufe durch den Reverend der Reeperbahn gesegnet und einen Taufpaten vertreten.

Who let the dogs out

900 Meter weiter, genau am anderen Ende der Reeperbahn hat im Juni das Brew Dogs eröffnet, eine Franchise-Brauerei aus Schottland.

Angefangen haben die Macher mit einer Do-It-Brauerei. Die Motivation: keine Lust mehr auf lauwarmes Ale. Also wurde den Konzernen der Kampf angesagt. Aus 24 Zapfhähnen strömen nun aromastarke Biere. Die gewählten Namen sind lustig und lassen nicht drauf schließen was sich dahinter verbirgt. Es gibt den  „Dead Pony Club“, „Lost Lager“ oder „Anarchist/Alchemist“. Geschäflich macht Brew Dog macht vieles anders. So kommt das Geld für das Wachstum nicht von klassischen Investoren, sondern seit Jahren aus der laufenden Crowdfundig-Kampagne „Equity for Punks“, mit der jeder Teilhaber werden kann.
Die Biere haben aber auch ihren Preis. 6.50 kostet ein frisch Gezapftes.

 Bier + Kaffe = Liebe

Genau in der Mitte zwischen Astra Brauerei und Brew Dogs liegt ein weiterer Bier-Tempel mit einzigartigem Bier und Kaffee: Die „Brews Brothers“.  Bier und Kaffee in einer Bar?  Brau- und Brühkunst in einem: Gerösteter Kaffee am Tag und einzigartige Crafts Beers & Drinks am Abend. Die Betreiber kommen aus der Gastronomie (Silbersack und Kehrwieder Brauerei) und machen zusammen mit Quijote Kaffee den Laden „Brews Brothers“ zu einer gemütlichen Tag und Nacht Cafe-Bar. Empfehlenswert sind übrigens das blonde Ale „Fofftein“ oder das IPA Brut „Sonoma Bitch“.

Der Trend Mikrobrauerei ist in Hamburg schon vollständig angekommen. Wie viele neue Brauereien noch auf Sankt Pauli eröffnen, werden wir sehen.