Aktuelle Nachrichten aus Hamburg, der Welt, zum HSV und der Welt der Promis.
Abmelden
Dieser Inhalt wird Ihnen bereitgestellt von WELLNESS HEAVEN

Der blanke Horror für Hoteliers: Diese Hotelgäste braucht kein Mensch

© Wellness Heaven

© Wellness Heaven

Lärmresistente Eltern, Greise, die nur textilfrei baden wollen, und Selfie-fanatische Instagram-Junkies bringen Hoteliers um den Verstand – weiß die Wellnesshotel-Testerin Andrea Labonte zu berichten.

Rambo im Restaurant

Spitze, ohrenbetäubende Schreie, die bei sensiblen Naturen einen leichten bis mittelstarken Tinnitus auslösen, schallen uns aus dem Hotel-Restaurant entgegen. Dabei werden die Schreie immer spitzer und hochfrequenter, je näher wir dem Restaurant kommen. Plötzlich stehe ich vor unserem Frühstückstisch und erkenne, dass dieser markerschütternde Lärm genau hier zu orten ist. Denn unter unserem Tisch liegt ein pausbäckiges, blond gelocktes Geschöpf mit weißem Hermelin-Westchen und streckt uns seine Markenschühchen, die perfekt mit dem schillernden Tüllrock korrespondieren, entgegen. Während dieser erstaunlichen Akrobatik brüllt es ohne Unterlass, was die Mutter des Rumpelstilzchens allerdings nicht davon abhält, sich erst einmal am morgendlichen Champagner zu laben, bevor sie dann einen halbherzigen Versuch startet, ihren Nachwuchs mit dem iPhone unter unserem Frühstückstisch hervorzulocken. Leider misslingt der cineastische Lockversuch, sodass wir uns erst einmal verdattert am Nachbartisch niederlassen. Von hier aus haben wir quasi „Premium-Plätze“ um das weitere Spektakel aus nächster Nähe zu verfolgen. Und es wird noch toller, denn der kleine Schreihals sucht nun verstärkt das Rampenlicht. Er klettert wie Rambo auf die umliegenden Stühle und Tische, um von hier noch publikumsheischender zu poltern und zu toben. Sogar meinen selten wortkargen Kindern bleibt vor Staunen der Mund offen stehen während sie sich reflexartig die Ohren zuhalten. Nie hätte es meine Tochter für möglich gehalten, dass ein anderes menschliches Wesen in einer noch höheren Tonlage als sie selbst schreien kann. Doch das blonde Kind da oben, gleich neben der Blumenvase auf dem Tisch belehrt sie eines Besseren. Dass sich mittlerweile sämtliche Frühstücksgäste von dem Mini-Rowdy gestört fühlen, veranlasst die Mutter allerdings in der darauffolgenden halben Stunde nicht, ihre Tochter in die Schranken zu weisen.

Kaltschnäuzige Schönheitsköniginnen im Kinderclub

Ähnlich nonchalant dem eigenen Nachwuchs gegenüber zeigen sich manche Eltern, die um jeden Preis ihre Kinder im hoteleigenen Kids Club abliefern möchten, um sich dann so schnell wie möglich ins kinderlose Spa-Vergnügen zu stürzen. Da spielt es keine Rolle, dass die kleine Jennifer tränenüberströmt am Hosenbein der Mama hängt und partout nicht die süßen Häschen streicheln möchte. Der Termin für die Maniküre ist ausgemacht, da gibt es kein Pardon. Die Hasen müssen gestreichelt werden und zwar ohne Mama! Auf die vorsichtige Bemerkung der Kinderbetreuerin, dass Jennifer einfach noch nicht so weit sei und vielleicht noch ein bisschen Zeit zur Eingewöhnung benötige, wird schnippisch reagiert. Selbst das Herausgeben der Telefonnummer zum Kontaktieren der schönheitsbewussten Mutter wird mit folgenden Worten verweigert: „Meine Telefonnummer brauchen Sie nicht, Im Spa habe ich sowieso keinen Empfang!“

Hilfe, Lüstling im Whirlpool!

Doch nicht nur im Kinderclub sorgen manche Hotelbesucher bei den Angestellten für Sprachlosigkeit. Auch das Spa-Personal darf hin und wieder Zeuge haarsträubender Begegnungen werden. So sorgte unlängst ein Herr höheren Alters für Aufregung als er zwei hübsche Mädchen im Whirlpool darauf aufmerksam machte, dass das sprudelnde Vergnügen nur textilfrei zu genießen sei und sie sich gefälligst an Ort und Stelle ausziehen müssten. „Welch‘ ein unverfrorener Lüstling! So einer muss doch des Hotels verwiesen werden!“ wetterte daraufhin die erboste Mutter der beiden Mädchen beim Spa-Personal. Dass der Whirlpool tatsächlich zum Nacktbereich des Hotels zählte, spielte für die fürsorgliche Mama, die mit einer Anzeige drohte, keine Rolle.

Aus Pools plumpsende Instagram-Reisende

In einem anderen Wellnessparadies sorgte eine von oben bis unten tätowierte Besucherin während eines privaten Foto-Shootings für Verblüffung. Im knappen String-Tanga und einem Hauch von Nichts über den Brüsten eroberte sie den Infinity-Pool des Hotels. Dabei verscheuchte sie alle sportlich ambitionierten Gäste, die in Ruhe ihre Bahnen schwimmen wollten. Denn das Instagram-Foto wäre ja für die Katz‘, wenn da plötzlich von links eine Oma mit Badehaube schwömme. Da nützten dann auch die gestählten Bauchmuskeln nichts und der lachende Delfin, der der Diva keck von der tätowierten Schulter springt. Aber nicht nur die Oma mit Badehaube wurde von der Primadonna des Infinity-Pools verwiesen, auch der ehrerbietige Ehemann, der das selbsternannte Model stundenlang ablichten musste, wurde wüst beschimpft. Versagte er doch beim perfekten Schnappschuss. So plumpste das funkelnde Sternchen beim wagemutigen Versuch, sich sexy aus dem Infinity-Pool zu lehnen, in die grüne Wiese. Wer den Schaden hat braucht für den Spott nicht zu sorgen.

Dieser Beitrag ist zuerst im Wellnesshotel Portal Wellness Heaven erschienen: Die schlimmsten Hotelgäste.